Klagen über Klagen…
Donnerstag, 20.12.2007 , 15.43…und kein Ende in Sicht.
Wie man auf Call-In-TV.de nachlesen kann, erreichte das Forum am 19.12.2007 eine erneute Abmahnung seitens Callactive. Es geht um das Wort “angeblich“, daß die Anwälte des Klägers in Verbindung mit:
- Sie setze gezielt FAKE-Anrufer ein und
- Sie täusche Zuschauer über Mitmachvorraussetzungen (offene Leitungen; kein Wort mehr)
sehen. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, da dies schon an anderer Stelle zB. bei Stefan Niggemeier und im Forum Call-In-TV.de ausführlich disskutiert wurde.
In der heutigen Ausgabe der “FAZ” kann man sich ebenfalls über die Ungereimtheiten in der von “Callactive” produzierten Gewinnspielsendung und über das gerichtliche Vorgehen des Produzenten gegen seine Kritiker informieren. Stefan Niggemeier hat in dem Zusammenhang bei “MTV” nachgefragt. Den Dialog kann man hier mtv-verteidigt-vorgehen-von-callactive nachlesen.
Ich musste bei folgender Frage die Stirn runzeln und schmunzeln:
Überprüft MTV die Abwicklung der Sendung „Money Express” und kann dafür bürgen, dass es z.B. keine Fake-Anrufe gibt?
Wie oben bereits dargelegt, wird die Sendung regelmäßig überprüft. Außerdem stellt Callactive uns und den Landesmedienanstalten jederzeit Anruferdaten zur Verfügung.
Aber bürgen will man nicht so richtig…
Im Kontext dazu die zuständige Landesmedienanstalt:
Nach Auskunft der zuständigen Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) sind die Daten, die sie erhält, aus Datenschutzgründen so anonymisiert, dass keine Rückschlüsse auf die Anschlussinhaber möglich sind. Sie stammten vom Telefondienstleister des Produzenten und stellten nur dar, ob alle Anrufer über diesen Dienstleister und nicht an dieser Schnittstelle vorbei durchgestellt wurden.
Nun gut…mal abgesehen davon, daß meine Telefonnummer bei diversen “Sie haben 3000€ gewonnen” Telefon-Drückern (zB. heute früh 7:52am) die Runde macht und ich mich immer wieder frage, aus welchen Datenbanken die wohl kommt, muss man sich bei der obigen Aussage der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) die Frage stellen, wie diese dann die Echtheit der Anrufer überhaupt überprüfen will. Die Daten sind ja wie oben angegeben(”angeblich”) anonymisiert.
Und was für einen Sinn soll denn bitte das “An der Schnittstelle des Telefonanbieters vorbei durchstellen” haben? Den Gewinn selbst einstreichen? Nö, glaube ich nicht! Das könnte man doch viel transparenter darstellen.
Ein Anrufer, der zB. um 2:56am hörbar über den Sender ging und dessen Daten dann aber nicht in den Datenbanken auftauchen, könnte unangenehme Fragen aufwerfen.
Da die Daten anonymisiert sind, könnte auch die Mutter der Putzfrau anrufen und die Notare stehen daneben und merken nichts.
Beim Anbieter werden im Augenblick des Anrufes zwangsläufig die Telefonnummer, die Uhrzeit, sowie weitere Daten(Format laut Info bekannt) in eine Datenbank gespeichert. Schließlich müssen ja die Mitmachgebühren von 50cent x n(Anrufe) am Ende des Monats auf der Telefonrechnung verbucht werden. siehe dazu auch hier…
Viel ist es jedenfalls nicht, was die Landesmedienanstalten aus den anonymisierten Listen entnehmen können. Meiner Ansicht nach völlig unzureichend und alles andere als transparent!
redled
Sonntag, 23.12.2007 um 12:43 am
Merke: Callactive ist sich für nicht mehr zu fein. Jetzt reicht schon ein “angeblich”, um die Klagemaschinerie in Gang zu setzen.
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