CallinTV.net unter neuer Adresse / Domain

Mittwoch, 20.01.2010 , 14.23

Wer in den letzten Tagen die Url call-in-tv.net in seinen Browser getippt hat, wird es sicherlich schon gemerkt haben:

Gone
The requested resource
/
is no longer available on this server and there is no forwarding address. Please remove all references to this resource.

Wer Dr. Now (Google) anschliessend befragt hat, dürfte auch auf die neue Adresse gestossen sein, unter der das Projekt nun zu finden ist: http://www.callintv.net Ich als visueller Praktiker meine dazu: Ohne die lästigen Bindestriche sieht der Domainname gleich viel schicker aus. Auch tippt er sich geschmeidiger auf der Tastatur. Nicht mehr Admin zu sein, sehe ich von der praktischen Seite. Endlich Zeit für mein Selbstbau-Synthesizerprojekt, welches ich nun intensiver verfolgen kann.

Der Grund für die Nichterreichbarkeit meines Weblog in den letzten Tagen ist schnell erklärt. Das kommt davon, wenn man seine Rechnung nicht bezahlt hat. Aber gebt es doch zu, vermisst hat ihn sicherlich niemand so wirklich, oder? Merken wir uns also für die Zukunft: http://www.callintv.net und alles ist Grün. Zu guter letzt noch eine Botschaft an all diejenigen, welche immer noch verzweifelt versuchen, die richtige Antwort auf eine der bescheuerten Fragen zu finden, die man im “Fingerblutigwählen-TV” tagtäglich so stellt:


YouTube Direkt

 

Anrufen und Verlieren, Kapitel III

Samstag, 26.12.2009 , 23.09

Man könnte den 75minütigen Film von Marc Döhler, welcher alleine auf fernsehkritik.tv fast 30000 mal abgerufen und später dann per EV von diversen kritischen Webplattformen verbannt wurde, als bittere Pille für einige Callin-Veranstalter werten. Auch hier entwickelte sich ein Bilderbuch-Streisandeffekt, welcher dafür sorgte, daß der Film nun in den Weiten des Internet starke Verbreitung findet. Nun kann man den Inhalt der EV werten, wie man will. Eine Kernaussage des Filmes bleibt bestehen “Anrufen und Verlieren“. Dieses Schicksal teilt sich die Mehrheit der aktiven Teilnehmer von Callin-Spielchen, welche über das Medium TV in die Wohnzimmer der ahnungslosen Zuschauer gespült werden. Man könnte auch auf die Idee kommen, daß die Chancen auf einen Gewinn bei diversen Veranstaltern so ziemlich gegen NULL gehen, wenn man folgende Dokumentation aufmerksam verfolgt und die immer gleich klingenden Stimmen der Anrufer vernimmt. Auch die Argumente, wer nun “Was” bzw. “Wann” produziert hat, erscheinen hier in einen ganz anderen Licht, bzw. sie verlieren an Relevanz.

Link: Schwarze Schafe 2009

 

 

Wie man per EV den Stecker zieht

Samstag, 19.12.2009 , 18.25

Die “Einstweilige Verfügung“, kurz EV genannt, ist der Joker, den man gleich zu Beginn eines Kartenduells präventiv auf den Tisch knallt. Mit dieser Karte werden vorübergehend alle Mitspieler am Tisch zum “Austreten gehen” gezwungen. Auch wenn diese gar nicht müssen. Auch, wenn selbige die besseren Karten in der Hand gehabt hätten. Es soll ja Leute geben, die wissen, daß ihr Blatt mies ist und sich vorbeugend mit Jokern eindecken. Meist sind es die Spieler, die kurz zuvor am Tisch nebenan eine Karte aus dem Ärmel schüttelten und den verblüfften Verlieren in der Runde redundant “fair play” ins Ohr säuselten. Kritisch wird es immer dann, wenn der Joker das ganze Casinopersonal zum Gruppenaustreten zwingt. Auch Provider in Deutschland müssen sich neuerdings dieser Karte unterwerfen.

Das kritische Fernsehmagazin fernsehkritik.tv musste diese Woche ebenfalls Zwangsaustreten…zusammen mit dem Provider, bei dem die Webseite des Betreibers, Holger Kreymeier, gehostet wird. Das Portal war mehr als 24Stunden nicht erreichbar, die Internet Community ratlos. Seit heute ist die Webseite wieder online und Kreymeier erklärt, wie es dazu kam:

fernsehkritik.tv

Wenn ich mich selbst der Gefahr ausgebe, eine Einstweilige Verfügung zu kassieren, dann habe ich auch selbst die Macht, dagegen vorzugehen und mich zu widersetzen. Wenn aber unser Provider eine Einstweilige Verfügung kassiert (bzw. absurderweise das Rechenzentrum), wie am Freitag geschehen, dann sind mir leider die Hände gebunden. Ich musste deshalb heute die Filme „Anrufen und verlieren I“ (und sicherheitshalber auch „Anrufen und verlieren II“) vom Server löschen – die Alternative wäre gewesen, dass die gesamte Seite weiter dauerhaft offline geblieben wäre. Damit wäre auch ein Erscheinen von Folge 38 (voraussichtlich am Sonntag) fraglich geworden. Niemandem ist damit gedient. Besonders absurd ist, dass der Film selbst noch nicht einmal auf dem Server des besagten Providers lag. Ich habe deshalb dem Rechenzentrum empfohlen, auf jeden Fall juristisch dagegen vorzugehen. Die Einstweilige Verfügung ist mit der heißen Nadel gestrickt und leicht anzufechten. Für die Firma Mass Response, die in den vergangenen 14 Tagen einen juristischen Amoklauf betrieben hat gegen alles, was auch nur indirekt die böse Unterstellung verbreitete, in den Call-In-Shows „Anrufen und gewinnen“ und „Swissquiz“ könne es nicht mit rechten Dingen zugehen, ist dies zweifelsohne ein Etappensieg. Aber selbstverständlich wird die Aufklärung unsererseits und der Kampf gegen diese unverschämten Abzockmethoden weitergehen – denn wenn die Macher dieser dubiosen Shows glauben, sie könnten ihre Kritiker dauerhaft mundtot machen, dann haben sie sich gewaltig geirrt. Und das gerichtliche Fegefeuer zeigt ja, wie sehr wir Mass Response bereits auf die Füße getreten haben. Dies ist ein Schachspiel. Mass Response hat einen unserer Bauern geschlagen. Aber den muss man manchmal opfern, um den König schachmatt zu setzen.

Quelle

Serverwartung - call-in-tv.net

Donnerstag, 17.12.2009 , 14.16

Der Server, auf dem die Seite call-in-tv.net gehostet wird, ist derzeit nicht erreichbar. Der Grund dafür ist offensichtlich ein Hardwaredefekt (RAM,CPU) im Rechner. Die zuständige Technikabteilung avisierte eine Ausfallzeit von 6-8 Stunden, was bedeutet, daß die Seite voraussichtlich nicht vor 18:00Uhr zu erreichen ist. Das Team von call-in-tv.net bittet um Geduld. Vertreiben Sie sich doch die Zeit beim stöbern auf: fernsehkritik.tv oder lesen sie den aktuellen Artikel ZAK: Geldbuße, Zulassung und die Zukunft von N24 auf DWDL.de

Nachtrag 18.12.2009: Der Server macht immer noch Probleme. Laut Betreiber wird momentan der Arbeitsspeicher des Servers gewechselt. Wir bitten weiterhin um Geduld.

Seit mehreren Stunden ist auch das Angebot von fernsehkritik.tv nicht mehr zu erreichen. Gründe für den Ausfall liegen mir bisher nicht vor.

Nachtrag 19.12.2009: Call-In-TV.net wird in den nächsten Tagen vermutlich noch mehrmals sporadisch ausfallen, da es immer noch ein Problem auf Kernelebene in Verbindung mit mySQL gibt, an dessen Behebung derzeit beständig gearbeitet wird.

Betrugsvorwürfe reissen nicht ab

Samstag, 28.11.2009 , 17.11

So lautet die Artikelüberschrift über einen Beitrag, der am 25.11.2009 in der “Neuen Luzener Zeitung” erschienen ist. Es geht wieder einmal um die Gewinnspielsendung “Swissquiz”, welche von der “mass response Service GmbH” in Wien, bzw. der “primavera TV” in München produziert wird. Mass response ist die Firma, welche in der Kassensturz-Sendung vom 24.06.2008 Aufmerksamkeit bezüglich “Austauschen von Lösungsumschlägen” erlangte. Wir erinnern uns: Callactive gibt Call-In auf - Mayerbacher zieht sich zurück. Die “mass response Service GmbH” hatte im Juni 2008 die Produktion von “moneyexpress” übernommen. Wir erinnern uns weiter: Klone bei moneyexpress, Die Worte der Verwirrten, Unausprechliches V.

Doch nun zu den Betrugsvorwürfen, die den Schweizer Beat Mattle (32) veranlasst haben, Strafanzeige gegen “Swissquiz” einzureichen. “Swissquiz” wird auf mehreren Schweizern Privatsendern ausgestrahlt, darunter “3+”. Im Artikel ist die Rede von “gefakten Anrufern”, Austausch von Lösungsumschlägen, bzw. Austausch von Kofferinhalten. Der vollständige Artikel:

 

Die Sendung «Swissquiz» verspricht schnellen Gewinn. Am Ende steht oft nur eine hohe Telefonrechnung. Ein Schweizer hat jetzt Strafanzeige gestellt.

VON HANS-PETER HOEREN

Beat Mattle (32) hat in Zürich und Wien Strafanzeige gegen «Swissquiz» eingereicht. «In dieser Quizshow wird nachweislich betrogen», sagt der Schwyzer. Neun Stunden pro Tag wird das in Wien produzierte «Swissquiz» auf mehreren Schweizer Privatsendern ausgestrahlt, darunter 3+. Zuschauer müssen in Buchstabengittern Lösungswörter finden, Fehler in Suchbildern entdecken oder die Begriffe in den Umschlägen der Moderatorinnen erraten.

1.85 Franken pro Anruf, Anrufversuch und Minute kostet die Teilnahme. An drei Ungereimtheiten macht Mattle seinen Be-trugsvorwurf fest: Zum einen würden die Spiele mit «gefak-ten» Anrufern von Mitarbeitern der Produktionsfirma stundenlang mit absichtlichen Falschantworten in die Länge gezogen oder aber die Ausschüttung einer hohen Gewinnsumme oftmals verhindert, indem ein unechter Anrufer eine korrekte Lösung nennt. «Zudem werden Lösungsumschläge und Geldkoffer mehrmals nachweislich während der laufenden Sendung ausgetauscht, um zu verhindern, dass ein Anrufer die hohe ausgelobte Gewinnsumme gewinnt », sagt Mattle.

Die fraglichen Sequenzen hat er zu einem «Videobeweis» zusammengeschnitten und an die zuständigen Behörden sowie an die Privatsender geschickt. Die Betreiberfirma, eine Tochtergesellschaft der Telekom Austria, habe alle Vorwürfe vehement abgestritten, sagt Mattle. Bereits im vergangenen Jahr sorgte die Quizshow für Schlagzeilen. Die Fernsehsendung «Kassensturz» nahm die Show unter die Lupe, eine Insiderin hatte der Wiener Betreiberfirma «systematische Be-trügerei » vorgeworfen.

Zweifel an Chancengleichheit
Dominik Kaiser, Geschäftsführer des Privatsenders 3+, weist die Vorwürfe zurück. «Die Sendungen werden von einem erfahrenen Produzenten gemacht, der vertraglich zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet ist», sagt er. Zusätzlich überprüfe man regelmässig, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. «Uns ist wichtig, dass die Gewinne ausbezahlt werden, und wir kontrollieren deshalb die Gewinnauszahlungen regelmässig », ergänzt er. Monatlich würden mehrere hunderttausend Franken ausbezahlt.

Trotz vieler Reklamationen können die Anbieter von Call-in-Shows in der Schweiz relativ unbehelligt ihrem Geschäft nachgehen. Eine der wenigen Auflagen hat das Bundesgericht 2006 verfügt: Zuschauer müssen auch unentgeltlich an dem Gewinnspiel teilnehmen können, zum Beispiel über die Webseite oder das Internet. Doch diese Varianten sind kompliziert und zeitaufwendig.

«Sobald die Möglichkeit zur Gratisteilnahme gegeben ist, hört unsere Aufsichtskompetenz auf», erklärt Manuel Richard, stv. Geschäftsführer der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Interkantonalen Lotterie- und Wettkommission. «Wenn ich mir die Spiele anschaue, habe ich das Gefühl, dass die Zuschauer mehr verlieren als gewinnen », sagt er. Er fordert deshalb schärfere Regeln (siehe Box), auch für die Schweiz: «Die Angebote sind für Konsumenten sehr unvorteilhaft. Es gibt keine Aufsicht über die Durchführung der Spiele. Man weiss nicht, wie die Chancengleichheit gewährleistet ist oder die Gewinne ausbezahlt werden.»

Viele Zuschauerbeschwerden
Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) erhält oft Beschwerden in Sachen «Swissquiz». Andreas Tschöpe, Leiter Politik und Wirtschaft bei der SKS: «Wir raten davon ab, bei dieser Art von Quizsendungen mitzumachen. Es ist bekannt, dass diese über möglichst hohe Telefongebühren Gewinne machen und nur wenige Gewinnsummen ausschütten wollen.»

Quelle

In dem Zusammenhang möchte ich auf einen Bericht von fernsehkritik.tv hinweisen, welcher in Bildern spricht, wichtige Hintergrundinformationen bereithält und die Vorwüfe von Beat Mattle in eindrucksvoller Weise stüzten könnte. Die Callin-Spielsendungen für ATV werden ebenfalls von “mass response”, bzw. von der “primavera GmbH” produziert. Ganz interessant ist auch dieses PDF-File (Studie über Anbieterstrategien bzw. technische Hintergründe von Call-In-Gewinnspielen), welche für ZAK erarbeitet wurde. Ich kann diese Studie dem interessierten Leser wärmstens empfehlen.

 

Das Team von callintv.net hat ein 75 minütiges Video produziert, welches im Detail aufzeigt, um welche Art von Auffälligkeiten und Sachverhalte es konkret geht. Es beinhaltet auch Aussagen und Stellungnahmen der jeweiligen Verantwortlichen, einen chronologischen Rückblick, Beispiele aus Callactive-Zeiten, sowie weitere Informationen bezüglich der aktuellen Strafanzeige gegen “Swissquiz”. Die letzten Minuten beinhalten aussagekräftiges Material von fernsehkritik.tv

Zum Video “Anrufen und Verlieren”

Nachtrag:

Auch Stefan Niggemeier hat sich dem Thema angenommen und liefert in seinen Beitrag “Anrufen & Verlieren” interessante Zusatzinformationen . Bezüglich der juristischen Schritte seitens “mass response” sei auf den zugehörigen Thread auf callintv.net und Quotenmeter verwiesen. An dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, daß ich voll und ganz hinter der von Marc Döhler zusammengestellten Dokumentation stehe und die Argumentation von Holger Kreymeier via SAT-KABEL:

Fernsehkritik-TV-Produzent Holger Kreymeier betonte, im eigenen Angebot sei der Film nach wie vor zu sehen. Man sehe es als Pflicht an, Abzockereien öffentlich zu machen und zu bekämpfen. Von einem Anwaltsschreiben lasse man sich sicher nicht einschüchtern, so Kreymeier.

stütze. Auch ich sehe als meine Pflicht an, die Abzockmaschen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich sehe in dem Video eine ausführliche und ordnungsgemäße Dokumentation mit künsterischen Eigenwert.

9LIVE UND DIE GEWINNSPIELSATZUNG

Freitag, 20.11.2009 , 03.36

Eine chronologische Zusammenfassung über das Wirken der Landesmedienanstalten, deren Regelwerk und wie selbiges beständig umgangen bzw. gebrochen wird, soll folgende Dokumentation von Marc Döhler vermitteln. Lauflänge ca. 43Minuten.


Get the Flash Player to see this player.

Den zugehörigen Thread zum Film finden Sie auf callintv.net

Killerspiel-Gamer im lokalen Kriesengebiet

Donnerstag, 18.06.2009 , 15.31

Ich schlage vor, den PseudoBegriff “Killerspiele” für Shooter, einfach nicht mehr zu verwenden. Killerspiele setzt sich aus “Killer” & “Spiele” zusammen. Er impliziert indirekt, daß der Spieler eines “Shooters” einem Killer gleichkommt. Das ist der eigentliche Wahnsinn, der vermutlich einem akademischen Gehirn entsprungen ist, welches nach 10Jahren Wordklickerei entdeckt hat, daß es Spiele gibt, wo in Ego Perspective Spielfiguren mittels Pixelwaffen auf dem Spielfeld entfernt werden. “Grauenhaft”, “Schrecklich”, “Ungeheuerlich”, “Abartig”.

Derartige Leute haben den Rechner bzw. die Entwicklung des Computers nie wirklich begriffen, waren weder an dessen Entwicklung beteiligt und haben auch nie an der Weiterentwicklung des Internet mitgewirkt. Für sie ist das Netz ein gefährlicher Dschungel, dessen Wege sie nicht kennen, den sie nun zum Kaufhaus, zum Anwaltsbüro, zum Onlinecasino und zum Propagandasprachrohr umstrukturieren versuchen.

Wenn man weis, wer der Böse ist, dann hat der Tag Struktur.

Ich war von Anfang dabei, was Spiele angeht. Ich habe auch alle möglichen Shooter gespielt. Von “Wolfenstein 3D” “Spear of Destiny” über “Doom (I &II)”, “Duke Nukem 3D”,”Quake” (I-III), “AvP”, “TFC” usw. usw. Ich tat dies, weil ich von der Entwicklung des Rechners, Grafik, Sound begeistert war, wie vermutlich viele andere auch. Dahinter stand ein Technikwissensdurst und ein Grafik-, Gameplay- bzw. Soundfetisch. Mein erstes Multiplayer fand über Modemdirektverbindung(14400baud) mit einem Freund statt. Grund: Technikverliebtheit und Wissendurst. Das war etwa 1995/96. Wir haben damals nicht einmal aufeinander geschossen, sondern sind in der virtuellen Welt gemeinsam auf Entdeckungsreise gegangen.

Die erste Lanparty, die ich besuchte, fand 1999 statt. Etwa 300 Menschen, eine ganze Truppe Polizisten war darunter. Leute, die im echten Leben Waffen tragen und mir gegenüber ironisch angaben, sie spielten “TFC”, weil sie hier einmal im Team, taktisch um sich schießen konnten. Erschossen haben sie während der drei Tage keinen einzigen Zocker in der Halle.

Amokläufer und Durchgeknallte gibt es auch ohne Shooter. Kranke Menschen hat und wird es immer geben. Zunehmend sind sie das Pendant und eine logische Konsequenz in einer hochgezüchteten, hochentwickelten Konsumgesellschaft, die Ihnen entweder alles gibt, oder nimmt. Ihnen wird von Geburt an beigebracht, daß sie Ihren Nächsten bekämpfen müssen, um selbst zu überleben. Die scheinbar “Schwachen” werden gnadenlos ausgezählt.

Viele Kinder werden sich selbst überlassen, weil die Eltern daheim angekommen, gestresst vom Überlebenskampf, immer weniger Zeit für Ihre Sprösslinge haben. Das betrifft auch die finanziell gut abgesicherte Schicht. Und die ganz besonders. Sie haben nämlich die Möglichkeit, sich bei Ihren Kindern freizukaufen.

Das Problem sind doch nicht die Shooter oder andere Ballerspiele. Das Problem ist die technisierte, übersättigte Spassgesellschaft und Kinder, die vor dem Computer und mit kostenpflichtigen Klingetönen groß werden, welches Ihr Taschengeld zum Bestandteil des Wachstums werden lässt, anstatt draußen in der Gruppe zB. durch die Wälder zu ziehen, “Peng..Peng” zu spielen, oder eine “Bude” zu bauen. Aber nicht etwa, weil es doof oder langweilig ist, sondern weil sie immer weniger Gelegenheiten dazu haben.

Meiner Meinung nach leiden die Kids unter den Zukunftsprognosen, die sie für sich selbst erstellen, weil sie schon sehr früh erkennen, daß sie entweder Gewinner oder Verlierer sein werden. Die sozial Schwächeren sehen immer weniger Zukunftsperspektiven für sich. Viele flüchten vor dem Bildschirm, während ein anderer Teil hinter dem Bahnhof Drogen kauft, oder dem Nächsten auf die Fresse haut, oder in dem man mit materiellen Dingen seine Überlegenheit gegenüber Anderen zum Ausdruck bringt. Einige bleiben dabei auf der Strecke.

Der scheinbar Starke killt den Schwächeren. Beruflich, gesellschaftlich, politisch und am Bildschirm.

Die Verrohung der Gesellschaft und der Druck ein Gewinner sein zu müssen um selbst überleben zu können, macht viele Menschen krank. Ein gespielter Shooter kann lediglich ein Impuls sein, um das Fass zum überlaufen zu bringen. Aber niemals für sich alleine. Es müssen viele Faktoren zusammenkommen, damit ein Disaster geschieht. zb. Zugang zu Waffen, verantwortungsloser Umgang mit Waffen (siehe Winningen), psychische Erkrankungen, falsche Wertvorstellungen, Psychopharmaka, Zukunftsängste, Mobbing, Unterdrückung, körperliche und geistige Gewalthandlungen, Ausgrenzung, Verlustängste, Anerkennung von Gewalt untereinander usw.

Einen gesunden, sozial integrierten Menschen kann ein Shooter nichts anhaben. Lediglich die Einschätzung von Gefahren (mehrere Gegner auf dem Bildschirm, komplexe Situationen) kann er dadurch trainieren, in dem er taktische Überlegungen und Entscheidungen durch Erfahrung viel schneller fällen kann, als ein Einsteiger.

Dieses ganze verlogene und heuchlerische medienpolitische Geschrei mit Zeigerfinger auf die “einfachste Antwort” ist bezeichnend in unserer Gesellschaft. An ihr nährt sich die Politik, die Medien und jeder von uns, der mitverantwortlich für diese blutigen Auswüchse ist.

Wir müssen endlich lernen uns selbst an der Nase zu packen. Den Kindern und Jugendlichen vernünftige Werte vermitteln, uns Zeit für sie nehmen, Ihre Probleme und Ängste teilen und sie in Ihrer Entwicklung zu unterstützen, anstatt ihnen unsere Wertvorstellungen einzuhämmern, an denen sie langsam ersticken und sich zunehmend in pseudoreale Welten flüchten, wo der eine oder andere Verwirrte, eine scheinbar schlichte Lösung für seine Probleme zu finden glaubt.

Das Killerspielethema ist die dümmste Ausrede, die die politschen Rausreder je erfunden haben. Alleine schon das Wort “Killerspiel” zeugt von unwissender Borniertheit.

Die Kids sollten Ihre “Shooter” nehmen und sie den Politikpropheten vor die Füße kippen. Den PC gleich mit dazu. Anschließend kaufen sie kein einziges Spiel mehr und auch die teure Hardware, die man als Shooter-Gamer zwingend benötigt, um auf dem neusten Stand zu sein, muss nicht mehr konsumiert werden. Sie kaufen keine Gamerzeitschriften mehr und lernen zukünftig, wie man einen Pulli strickt. Den werden sie nämlich im lokalen Kriesengebiet brauchen, wenn sie als finazierender Teil des Wachstums wegfallen.

Glaubenskriege…

Sonntag, 10.05.2009 , 14.48

…ein medienreflektierender Kurzfilm von Julian Wiehl über Ideologien, Glauben, Manipulation. Der Film war Gewinner des Free Rainer (Dein Fernseher lügt) Kurzfilmwettbewerbs. Man achte auf die Details:


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Das Internet 2.1984

Sonntag, 26.04.2009 , 19.09

Ich bin von Anfang an (so in etwa;) im Net gewesen. Da hat die Minute Surfen noch über eine D-Mark gekostet, bei 9600Baud. Aber…damals war das Netz wie ein klarer, kühler Bach voller Energie, Ideen und Frische. Keine Werbung, kein Spam, keine Anwälte im Abmahnwahn, kein Kaufrausch, kein für mich denkendes Google und keine falschen Prediger, die es nun zu kontrollieren versuchen. Und das wohl angenehmste, “kein Stress” bei der Suche nach Informationen.

Das Net hat es nur soweit gebracht, weil die, die es nun zu kontrollieren versuchen, sein Potential unterschätzt haben. Als sie es erkannten, haben sie ein Kaufhaus daraus gemacht. Das Problem: “Die Kunden können sich gegenseitig aufklären, daß die Produkte “scheisse” sind und wer für diese überhaupt verantwortlich ist”. Aber wozu hat man Anwälte.
Wenn sie gewusst hätten, wohin sich dieses Netz einmal entwickeln wird, dann könnten wir heute hier keine Kommentare schreiben. Na, was gemerkt? Sie haben den Überblick darüber verloren, da dessen Entwicklung einer starken exponentiellen Funktion folgt. Noch. Es gibt quasi massig U-Bahntunnel unter den Kaufhäusern. Deswegen die Holzhammermethode Kinderpornos. Jeder der etwas von der Materie Internet, Netzwerk, Hacking, Cracking, Security, Webtechniken etc. versteht, weis, daß die DNS-Filterung ein Furz in den Wind ist. Zumindest, was die Unterbindung von schmuddeligen Content angeht. Wer sich derartigen Unsinn ausdenkt, will gar nicht gegen diese Perversionen vorgehen, sondern Vorwände für zukünftige Barrieren schaffen, sich bemerkbar machen, oder aber, er hat wenig Verständnis davon, wie das Net funktioniert, bzw. welche Techniken dahinter stecken.

Sie haben sicher in den letzten Wochen den Medienrummel um die Themen “Internetsperren”, “Kinderpornographie” verfolgt und sich gefragt: “Wo sind diese Kinderpornos?”, von denen alle reden. Nun, dann gehören sie nicht zu den “50.000 Konsumenten der Kinder-Sex-Mafia” in Deutschland, sondern zu den restlichen 20 Millionen Nutzern mit unterdurchschnittlichen Intelligenzquotienten, die über einen Internetanschluss verfügen. Nun sind Sie doch bitte nicht gleich beleidigt! Das sind nämlich die Fakten, wie man auf der Webseite Innocence in Danger nachlesen kann.

Konsumenten von kinderpornographischem Material leben in aller Regel in Beziehungen, sind berufstätig, verfügen über einen überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten sowie eine Universitätsausbildung und sind nicht vorbestraft.

Und nun glaubt man doch tatsächlich, daß man mit DNS-Blacklisten die überwiegend “studierten und mit einem überdurchschnittlichen IQ” ausgestatteten Konsumenten von eben diesen Angeboten fernhalten könnte. Sie begründen es so:

Die Internet-Sperren treffen die Anbieter empfindlich, weil dann weniger Geld eingeht.

Ja, zumindest was die “offiziellen” Angebote auf frei zugänglichen Servern angeht. Allerdings habe ich noch nie so ein Angebot zu Gesicht bekommen. In Deutschland wäre so ein Schmuddelserver wohl glatter Selbstmord. Ein kleiner Teil der über HTTP zugänglichen Server mit derartigen Content steht in den USA oder anderen Grauzonen der Anonymität. Ein Großteil der Schweinereien findet jedoch auf anderen Wegen zu Kunden bzw. zu Kunden, die noch gar nicht wissen, daß sie schon Kunden, bzw. Anbieter sind. Dazu auch noch ein kurzer Ausschnitt aus dem heise-Artikel Verschleierungstaktik, den ich persönlich sehr gut finde. Und das nicht wegen des Titels.

Ein spezialisierter Ermittler des Landeskriminalamts Niedersachsen schilderte uns die Szene so: Die Erzeuger harter Kinderpornografie beliefern ihre zahlenden Kunden in der Regel über den Postweg. Das Internet dient zwar zur Kommunikation, nicht aber als Transportmedium. Das Material sickert erst später ins Internet durch, etwa wenn die Kunden untereinander tauschen. Dann tauchen die Dateien zumeist im Usenet oder in Tauschbörsen auf. Für kommerziellen Handel über Webserver fielen ihm aus seiner langjährigen Berufspraxis nur zwei Beispiele ein.

Sie schauen so überrascht?! Dann spitzen Sie nun die Ohren.

Eine mir bekannte Person (arbeitet innerhalb der IT-Branche), rief mich vor etwa 4 Monaten an und berichtete von einen “gecrackten Server” (ein Webserver/Firewall innerhalb eines Netzwerkes). Eine ganz normale Konstellation, wie man sie millionfach im Internet weltweit findet. Nun gibt es im Internet Mechanismen, wie zB. Suchroboter, (auch Spider oder Bots genannt) zum crawlen von Webseites ( wie Google etc.), damit Sie vor den Bildschirmen bequem finden können, wonach sie suchen. Nicht alle Bots führen Gutes im Schilde. Einige und Ihre Zahl wächst beständig, untersuchen die Server nach Sicherheitslücken innerhalb der angebotenen Dienste wie: HTTP, FTP, DNS, SMTP usw. Ohne spezielle Vorkehrungen wie Einbruchserkennungssysteme(IDS) oder entsprechende Automatismen zur Abwehr derartiger Bösewichter gehen Ihre Aktivitäten im allgemeinen Grundrauschen (Logging) unter. Immer mehr Nutzer haben Webspace, Root-Server, VServer im Internet angemietet, die sie nutzen. Dort sind nicht nur Profis am Werk, schließlich ist das Thema sehr komplex, erfordert viel Zeit und Hintergrundwissen. Nur ein kleiner Teil der Nutzer macht sich zB. die Mühe, seine Logfiles genauer zu studieren, diese richtig zu interpretieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So ein Logfile kann schon einmal gute 100Mbyte Text! pro Tag umfassen. Viel Spielraum also für kriminelle Machenschaften. Das wissen derartige Kreise, wie Spammer, die willige Nadia und deren Zuhälter, Scriptkiddys und auch kriminelle Elemente, die dafür sorgen, daß immer genug Angebot für Ihre Kunden vorhanden ist. Dabei sind sie stets bedacht Ihre Quellen und Ihre Identidät zu verschleiern. Wenn hier jemand von der Justiz geschnappt wird, dann sind es eher die Endkunden in gemütlicher Tauschrunde. Aber zurück zu dem “gecrackten Server”.

Wie sich herausstellte, installierte der Bot über ein unsicheres Script, welches auf dem Webserver ahnungslos seine Arbeit verrichtete, ein Kernel-Rootkit auf dem Rechner. Ich möchte auch gar nicht näher darauf eingehen, wie man ein System (scheinbar) sicher macht, oder Gegenmaßnahmen einleiten kann. Das ist nicht das Thema. Dieses Rootkit installierte eine Kommunikationssoftware (IRC-Server) aus dem mitgebrachten Bausatz, sowie einen getarnten FTP-Server auf der Maschine. Anschließend wurden in einem versteckten Verzeichnis größere Datenfiles abgelegt. Nach einer Analyse dieser Datenfiles, stellte sich heraus, daß es sich um Kinderpornos handelte. Der Bekannte rief darauf hin die Polizei. Die nahmen die Sache auf und das war es dann auch schon. Die Files waren lediglich Teilstücke, die auf dynamische Einwahlrechner und Server verteilt wurden. Hat man ein etsprechended großes Netzwerk (viele infizierte Rechner) zur Verfügung, spielt es keine Rolle mehr, wenn einige davon ausfallen, da die Daten redundant verteilt sind. Die Hintermänner, Geldgeber und Initiatoren bleiben im Hintergrund, da diese Botnetze dynamisch operieren und sich selbst reproduzieren. Die eigentlichen Verteiler wissen gar nicht, was da vor sich geht. Sie können also ganz schnell zum “Arschloch im Wandschrank” werden. Die ergriffenen Maßnahmen in Form von DNS-Blacklisten sind hier völlig wirkungslos aber ein erster Schritt in Richtung globale Internetzensur bzw. Kontrolle von unerwünschten Inhalten. Im Grunde kann man so alles verbreiten. Viagra-Spam über gekaperte Mailserver, Schmuddelkram jeglicher Art, Warez, Cracks, Musik usw. usw., was ja auch gemacht wird. Die Leute, die hinter diesem Geschäftsmodellen stecken sind tatsächlich hochgebildet, haben ausreichend Mittel um derartige Netzwerke zu finanzieren und sie sind meist einen Schritt voraus.

Was hier wieder einmal auf politischer Ebene veranstaltet wird, ist das übliche Machtgewäsch. Wenn derartige Maßnahmen ergriffen werden, sollte man immer vom Negativsten Nutzen ausgehen, der mit der Maßnahme ermöglicht werden kann. Nein, die Kinderpornografie wird dadurch nicht weniger werden und auch die Anzahl der Kinderschänder wird sich dadurch nicht mindern. Dann machen die halt wieder Urlaub in Tailand. Man packt wieder einmal die Eidechse am Schwanz. Das Einzige was sich dadurch ändern wird, ist der Umfang Ihrer Grundrechte. Besonders das Grundrecht auf Informationsfreiheit ist in großer Gefahr. Das Internet ist in Gefahr. Und Sie sind dafür auch noch dankbar. Der Kinder wegen. Was die politischen Motive der Verantwortlichen Wellenreiter angeht, so kann ich nur darüber spekulieren. Jedoch habe ich so meine Zweifel an der Fach-Kompetenz einiger Leute in Sachen “neue Medien”, wie ein B(K)lick auf das Impressum der Seite “Innocence in Danger” deutlich macht. Selbstzensur?

innocenceindanger-impressum.jpg

Übrigens: Wenn es aber darum geht, Server ausländischer Glücksspielanbieter zu sperren, dann ist Frau Ursula Gertrud von der Leyen plötzlich weniger begeistert. Warum das so ist, beantwortet ein Artikel auf BooCompany.com Nun verstehe ich auch, warum man seit Jahren die Callin-Veranstalter weder rügt, noch handelt, wenn es darum geht, den Bürger vor Hütchenspielern zu schützen, oder nach den zahlreichen Hinweisen bezüglich Betrugsverdacht, entsprechende Untersuchungen einzuleiten.

Dafür zahl’ ich nicht!

Donnerstag, 05.03.2009 , 06.19

So lautet der Spruch der gleichnamigen Kampagne von Holger Kreymeier (fernsehkritik.tv). Der Spot ist eine Parodie der aktuellen Kampagne der Gebühreneinzugszentrale (GEZ), hat eine eigene Webseite und wird derzeit in einigen Kinos in Deutschland gezeigt. Nun sorgte der Spot für Ärger bei seinem Arbeitgeber, dem NDR. Dem hat der Spot gar nicht gefallen und entzog dem Journalisten und Macher des kritischen Fernsehmagazins, alle kommenden März-Aufträge. Der Grund: “sein Werbespot, mit dem er zum GEZ-Boykott aufriefe”, so der Spiegel. Doch Kreymeier widerspricht dem Vorwurf:

“Das ist keine Kampagne gegen GEZ-Gebühren.” Ganz im Gegenteil, die Kampagne werbe für inhaltlich ansprechendes Fernsehen, “und zwar so, wie es durch den Rundfunkstaatsvertrag formuliert ist.

Kraymeier arbeitet als freier Mitarbeiter beim NDR. Dort sitzt er in der Multimedia-Abteilung und schreibt z.B Videotextuntertitel für Gehörlose. Doch nun rudert der NDR zurück und lässt durch Martin Gartzke gegenüber dem Spiegel folgenes verkünden:

“Herrn Kreymeier wurde lediglich mitgeteilt, dass - vor dem Hintergrund seiner Initiative ‘Dafür zahl’ ich nicht’ - eine Fortsetzung der Zusammenarbeit überprüft werden müsse.” Ein klärendes Gespräch habe er aber abgelehnt.

Im Forum des Spiegel gab Kreymeier jedoch folgende Stellungnahme dazu ab:

„Mit sehr viel Schmunzeln, aber auch Wut im Bauch, habe ich die Äußerungen des NDR-Sprechers Martin Gartzke zur Kenntnis genommen. Ich bin entsetzt, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender derart dreist lügt.
Ich bin allein für den Monat März insgesamt 18 Arbeitstage vorgesehen gewesen – dies ist wohl ein bisschen mehr als ein „geringer Umfang“. Dass ein festes Arbeitsverhältnis bestand, habe ich nie behauptet. Dies ging schon aus meiner Pressemitteilung hervor.
Besonders erstaunt bin ich aber über die Behauptung, der NDR habe mich zu einem klärenden Gespräch gebeten. In Wahrheit war es so, dass mir, nachdem das Arbeitsverhältnis telefonisch beendet und die vereinbarten Arbeitstage für nichtig erklärt wurden, mein Bereichsleiter Herr Brackmann ein Gespräch anbot, um sich persönlich zu verabschieden. Darauf habe ich dankend verzichtet.

und weiter:

Entsetzt nehme ich zudem die durch die Blume diffamierenden Äußerungen über die Arbeit der Untertitel-Redakteure beim NDR zur Kenntnis. Herr Gartzke scheint nicht zu wissen, welch harte, anspruchsvolle und auch ehrenwerte Arbeit es ist, Untertitel für gehörlose Menschen zu texten. Nur um mich kleinzureden, wird gleich eine ganze Redaktion diskriminiert. Das ist schlimm.“

Es ist einfach, sich Kritiker vom Hals zu schaffen. Wesentlich schwerer liegt jedoch die Aufgabe, “anständige Qualität” im TV zu liefern. Das hat auch nichts mit dem NDR zu tun. Aber es gilt zu verhinden, daß die Grütze auf den privaten Kanälen zunehmend auch auf die “öffentlich rechtlichen” überschwappt. Ich sehe in der Kampagne “Dafür ‘zahl ich nicht” einen wichtigen Denkanstoß in Richtung “Qualitäts-TV” und keinen Aufruf zum GEZ-Boykott, denn:

doofes Fernsehen kriege ich woanders kostenlos.

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